Gütersloh (ots) - Die Grippesaison steht bevor. Insbesondere älteren Menschen wird deshalb eine Impfung empfohlen. Wenig bekannt ist in der Öffentlichkeit, dass die Grippeimpfung offensichtlich gerade Senioren auch vor einem Schlaganfall schützen kann. Darauf weist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hin.
Verschiedene internationale Studien haben die vorbeugende Wirkung der Grippeimpfung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgezeigt. In einer kanadischen Untersuchung im vergangenen Herbst hatten geimpfte Patienten ein um 50 Prozent geringeres Risiko für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt. Sie bestätigte damit eine ältere Studie aus Frankreich.
Die Zusammenhänge scheinen auf der Hand zu liegen. "Wir beobachten schon lange, dass Infekte zu einer Häufung von Schlaganfällen führen," erklärt der Bielefelder Neurologe Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Schäbitz, Regionalbeauftragter der Deutschen Schlaganfall-Hilfe. "Deshalb gibt es im Herbst und Winter mehr Schlaganfälle als im Sommer."
Infektionen wie Influenza können offensichtlich eine gesteigerte Blutgerinnbarkeit auslösen. Verkalkungen lösen sich häufiger von den Arterienwänden und bilden Klumpen. Diese verstopfen dann in den immer kleiner werdenden Gefäßen die Blutzufuhr zum Gehirn. In der Folge kommt es zu einem Schlaganfall.
Nähere Informationen bietet die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in ihrem Online-Portal schlaganfall-hilfe.de und in ihrem Service- und Beratungszentrum, Tel. 05241-97700.
Mittwoch, 11. September 2013
Mittwoch, 4. September 2013
Krank im Alter: Jeder Vierte ignoriert das Pflegerisiko
Hamburg (ots) - Die Zahl der Pflegefälle wird in den nächsten Jahren steigen. Doch viele Deutsche kümmern sich nicht um die persönliche Vorsorge. Ein Viertel der Bundesbürger hat sich noch keine Gedanken über eine Pflegeversicherung gemacht. 28 Prozent vertrauen auf die Leistungen des Staats im Fall einer Erkrankung. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des unabhängigen Vermögensverwalters Packenius, Mademann und Partner.
3,4 statt heute 2,5 Millionen Pflegefälle wird es 2030 in Deutschland geben, schätzt das Statistische Bundesamt. Mittlerweile wird jeder Dritte über 80-Jährige zum Pflegefall, Tendenz steigend. Trotzdem sorgen die meisten Deutschen nicht vor. 24 Prozent sind unsicher über die richtige Vorsorge. Immerhin 23 Prozent bilden finanzielle Rücklagen für den Pflegefall. 14 Prozent haben eine private Pflegeversicherung abgeschlossen. 5 Prozent dagegen sind sich sicher, dass sie kein Pflegefall werden.
Zudem spricht ein hoher Prozentsatz der Deutschen über das Thema nicht in seiner Familie oder Partnerschaft. Für 34 Prozent der Befragten ist das ein Tabu. 41 Prozent thematisieren einen eventuellen Pflegefall und die Vorsorge in der Familie einschließlich der finanziellen Fragen. Befragt wurden 1.000 Personen in Deutschland.
"Die Zahlen sind alarmierend", sagt Heiko Löschen, Geschäftsführer von Packenius, Mademann und Partner. Der Vermögensexperte weist daraufhin, dass die gesetzliche Pflegeversicherung nur eine Grundabsicherung bietet. "Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen in der Regel nicht aus, die tatsächlich anfallenden Kosten der Pflege zu decken." Gerade Frauen seien von Altersarmut und vom Pflegerisiko besonders betroffen. "Aufgrund ihrer durchschnittlich fünf Jahre längeren Lebenserwartung haben Frauen im Vergleich zu Männern ein viel höheres Risiko, im Alter zum Pflegefall zu werden", sagt Löschen.
Dem entgegensteht, dass nur etwa 2,5 Prozent der Deutschen derzeit eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen hat. Immerhin fördert der Bund seit Anfang 2013 die private Absicherung des Pflegerisikos nach dem Vorbild der Riester-Rentenverträge finanziell. Wer mindestens 10 Euro zahlt, erhält vom Bund 60 Euro im Jahr. Bis Ende Mai 2013 wurden 125.000 Verträge abgeschlossen. "Das ist schon mal ein Anfang", sagt Löschen. "Die Finanzierung im Pflegefall muss aber elementarer Bestandteil einer langfristig ausgerichteten Vermögensberatung sein."
Die Umfrage
Am 12. August 2013 führte der unabhängige Vermögensverwalter Packenius, Mademann und Partner eine Online-Befragung zum Thema "Pflegeversicherung" durch. 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren wurden dazu befragt. Die Ergebnisse wurden bevölkerungsrepräsentativ hochgerechnet. Die erste Frage lautete: "Welche der folgenden Aussagen stimmen Sie zu, wenn es um das Thema Pflege geht". Acht Antworten standen zur Auswahl, eine Mehrfachnennung war möglich. Die zweite Frage lautete: "Wird in Ihrer Familie bzw. Partnerschaft über das Thema Pflege gesprochen?".
3,4 statt heute 2,5 Millionen Pflegefälle wird es 2030 in Deutschland geben, schätzt das Statistische Bundesamt. Mittlerweile wird jeder Dritte über 80-Jährige zum Pflegefall, Tendenz steigend. Trotzdem sorgen die meisten Deutschen nicht vor. 24 Prozent sind unsicher über die richtige Vorsorge. Immerhin 23 Prozent bilden finanzielle Rücklagen für den Pflegefall. 14 Prozent haben eine private Pflegeversicherung abgeschlossen. 5 Prozent dagegen sind sich sicher, dass sie kein Pflegefall werden.
Zudem spricht ein hoher Prozentsatz der Deutschen über das Thema nicht in seiner Familie oder Partnerschaft. Für 34 Prozent der Befragten ist das ein Tabu. 41 Prozent thematisieren einen eventuellen Pflegefall und die Vorsorge in der Familie einschließlich der finanziellen Fragen. Befragt wurden 1.000 Personen in Deutschland.
"Die Zahlen sind alarmierend", sagt Heiko Löschen, Geschäftsführer von Packenius, Mademann und Partner. Der Vermögensexperte weist daraufhin, dass die gesetzliche Pflegeversicherung nur eine Grundabsicherung bietet. "Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen in der Regel nicht aus, die tatsächlich anfallenden Kosten der Pflege zu decken." Gerade Frauen seien von Altersarmut und vom Pflegerisiko besonders betroffen. "Aufgrund ihrer durchschnittlich fünf Jahre längeren Lebenserwartung haben Frauen im Vergleich zu Männern ein viel höheres Risiko, im Alter zum Pflegefall zu werden", sagt Löschen.
Dem entgegensteht, dass nur etwa 2,5 Prozent der Deutschen derzeit eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen hat. Immerhin fördert der Bund seit Anfang 2013 die private Absicherung des Pflegerisikos nach dem Vorbild der Riester-Rentenverträge finanziell. Wer mindestens 10 Euro zahlt, erhält vom Bund 60 Euro im Jahr. Bis Ende Mai 2013 wurden 125.000 Verträge abgeschlossen. "Das ist schon mal ein Anfang", sagt Löschen. "Die Finanzierung im Pflegefall muss aber elementarer Bestandteil einer langfristig ausgerichteten Vermögensberatung sein."
Die Umfrage
Am 12. August 2013 führte der unabhängige Vermögensverwalter Packenius, Mademann und Partner eine Online-Befragung zum Thema "Pflegeversicherung" durch. 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren wurden dazu befragt. Die Ergebnisse wurden bevölkerungsrepräsentativ hochgerechnet. Die erste Frage lautete: "Welche der folgenden Aussagen stimmen Sie zu, wenn es um das Thema Pflege geht". Acht Antworten standen zur Auswahl, eine Mehrfachnennung war möglich. Die zweite Frage lautete: "Wird in Ihrer Familie bzw. Partnerschaft über das Thema Pflege gesprochen?".
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