Freitag, 26. Juli 2013

ToxFox-Kosmetik-App vom BUND stürmt App Charts

Mit dem ToxFox im Supermarkt, Bild 1
Quelle: BUND
Berlin (ots) - Die ToxFox-App des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zu hormonell wirksamen Chemikalien in Kosmetikprodukten ist nur einen Tag nach Veröffentlichung die am zweithäufigsten nachgefragte Gratis-App von iPhone-Nutzern in Deutschland. In der Kategorie "Gesundheit" ist die App laut den Top-Charts des iTunes-App Store sogar auf Platz eins. Innerhalb von nur 24 Stunden wurden bereits rund 600.000 Körperpflegeprodukte von iPhone-Nutzern gescannt.
"Die überwältigende Nutzung der Kosmetik-App zeigt, wie stark das Bedürfnis von Verbraucherinnen und Verbrauchern nach sicheren Produkten ist. Die Kosmetik-Hersteller müssen damit rechnen, dass sich die Kunden künftig viel bewusster für oder gegen ein Produkt entscheiden. Der Druck auf Beiersdorf, L'Oréal und Co., hormonähnlich wirkende Stoffe aus Kosmetika zu entfernen, wächst", sagte Jurek Vengels, Leiter des BUND-ToxFox-Teams.
In einer aktuellen Studie hat der BUND herausgefunden, dass ein Drittel aller Kosmetika mit hormonähnlichen Chemikalien belastet ist. Hormonelle Stoffe werden mit gesundheitlichen Problemen wie reduzierter Spermienqualität, verfrühter Pubertät oder Brustkrebs in Verbindung gebracht. Obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) diese Chemikalien als "globale Bedrohung" bezeichnet, ist deren Einsatz in Körperpflegeprodukten nach wie vor legal.
Sarah Häuser, BUND-Chemikalien-Expertin: "Selbst wenn ein einzelnes Produkt noch keine Gesundheitsgefahr darstellt, so führt die alltägliche Anwendung von vielen verschiedenen Kosmetika zu einem wahren Chemikalien-Cocktail im Körper. Wissenschaftler und Ärzte fordern, dass die Belastung der Menschen mit hormonell wirksamen Stoffen reduziert werden muss."
Verbraucherinnen und Verbraucher könnten sich am besten vor hormonell wirksamen Chemikalien schützen, wenn sie die Zahl der belasteten Produkte reduzieren. Ob ein Kosmetikprodukt hormonell wirksame Stoffe enthält oder nicht, macht die "ToxFox-App" beim Einscannen des Barcodes eines Produkts sofort sichtbar. Der BUND ruft alle Verbraucher auf, die Protest-Mail-Funktion in der App zu nutzen und so die Hersteller dazu zu bringen, künftig auf hormonell wirksame Chemikalien in Kosmetikprodukten zu verzichten.
Die "ToxFox-App" ist kostenlos im iTunes App-Store erhältlich. Für Verbraucher ohne iPhone steht der ToxFox als Web-Formular unter www.bund.net/toxfox und für die Nutzung auf anderen Smartphones als mobile Seite unter www.bund.net/toxfox-mobil zur Verfügung.

Dein Rücken: Keine großen Sprünge wagen

Berlin (ots) - Beim Verlassen einer höher gelegenen Fahrerkabine - zum Beispiel eines LKW oder Traktors - sollten Beschäftigte die Trittstufen an der Außenseite nutzen statt zu springen. Darauf weisen die Träger der Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken" hin. Schon allein mit dieser einfachen Maßnahme lassen sich Belastungen des Bewegungsapparats bei der Arbeit deutlich verringern. Wer absteigt statt zu springen, senkt zudem das Risiko eines Sturzes und einer entsprechenden Verletzung.

Für Millionen Beschäftigte gehört das Arbeiten in einer höher gelegenen Fahrerkabine zum beruflichen Alltag. Bei einem LKW kann die Fahrerkabine beispielsweise mehr als 1 Meter über der Fahrbahn liegen. "Gefährdungen ergeben sich insbesondere beim Verlassen dieser Arbeitsplätze", sagt Reinhold Watzele von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Um Zeit zu sparen, sprängen viele Beschäftigte aus der Kabine statt die Trittstufen an der Außenseite des Fahrzeugs zu nutzen. "Dabei kann man nicht nur stürzen und sich verletzen", so der Präventionsexperte. "Häufige Sprünge gehen auch auf den Rücken und den restlichen Bewegungsapparat."

Insbesondere in der Landwirtschaft ist das ein Problem. "Dass ein Landwirt zehn bis zwanzig Mal am Tag von seinem Hoflader springt, ist keine Seltenheit. Auf den ersten Blick wirkt das auch nicht wie ein großer Sprung." Was viele sich nicht klar machten: "Schon bei einem Sprung aus einem halben Meter Höhe wirkt eine Kraft auf den Körper ein, die dem Zwei- bis Dreifachen des eigenen Gewichts entspricht."

Watzele rät daher, die Trittstufen zu nutzen. "Das mag umständlich erscheinen, aber es ist ein einfacher Weg seinem Rücken etwas Gutes zu tun." Wichtig sei, die Kabine rückwärts zu verlassen, da man sonst die Stufen und Haltegriffe nicht sinnvoll nutzen könne.