Berlin (ots) - Beim Verlassen einer höher gelegenen Fahrerkabine -
zum Beispiel eines LKW oder Traktors - sollten Beschäftigte die
Trittstufen an der Außenseite nutzen statt zu springen. Darauf weisen
die Träger der Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken" hin.
Schon allein mit dieser einfachen Maßnahme lassen sich Belastungen des
Bewegungsapparats bei der Arbeit deutlich verringern. Wer absteigt statt
zu springen, senkt zudem das Risiko eines Sturzes und einer
entsprechenden Verletzung.
Für Millionen Beschäftigte gehört das
Arbeiten in einer höher gelegenen Fahrerkabine zum beruflichen Alltag.
Bei einem LKW kann die Fahrerkabine beispielsweise mehr als 1 Meter über
der Fahrbahn liegen. "Gefährdungen ergeben sich insbesondere beim
Verlassen dieser Arbeitsplätze", sagt Reinhold Watzele von der
Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Um
Zeit zu sparen, sprängen viele Beschäftigte aus der Kabine statt die
Trittstufen an der Außenseite des Fahrzeugs zu nutzen. "Dabei kann man
nicht nur stürzen und sich verletzen", so der Präventionsexperte.
"Häufige Sprünge gehen auch auf den Rücken und den restlichen
Bewegungsapparat."
Insbesondere in der Landwirtschaft ist das ein
Problem. "Dass ein Landwirt zehn bis zwanzig Mal am Tag von seinem
Hoflader springt, ist keine Seltenheit. Auf den ersten Blick wirkt das
auch nicht wie ein großer Sprung." Was viele sich nicht klar machten:
"Schon bei einem Sprung aus einem halben Meter Höhe wirkt eine Kraft auf
den Körper ein, die dem Zwei- bis Dreifachen des eigenen Gewichts
entspricht."
Watzele rät daher, die Trittstufen zu nutzen. "Das
mag umständlich erscheinen, aber es ist ein einfacher Weg seinem Rücken
etwas Gutes zu tun." Wichtig sei, die Kabine rückwärts zu verlassen, da
man sonst die Stufen und Haltegriffe nicht sinnvoll nutzen könne.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen