Donnerstag, 1. August 2013

Mate - der sanfte Kafeeersatz

Trink-Kalebasse mit Trinkrohr aus Metall.
(© PeeF  / pixelio.de)


Für die meisten Deutschen gehört der morgendliche Kaffe zum täglichen Ritual. Er macht wach, schmeckt dem ein oder anderen sogar und ist schlicht und ergreifend Teil der deutschen Kultur.

Doch nicht jedem bekommt das schwarze Gebräu. Manche reagieren darauf mit Magenproblemen oder Herzrasen. So manchem soll er auch einfach nicht schmecken.
Eine Alternative zum Kaffee als Wachmacher gibt es den aus Südamerika stammenden Matestrauch. Die Blätter dieses Strauchs werden verarbeitet und zu einem Aufguss aufgebrüht. Man kann sich dabei zwischen dem grünen Mate, der nur gehäkselt und kurzzeitig auf 400° C erhitzt wird und dem braunen Mate, der zusätzlich noch geröstet wird, entscheiden.

Traditionell wird der Aufguss aus einer Kalebasse getrunken - ein tropfenförmiges Gefäß, das Mate heißt - daher auch der Name Mate für den Aufguss. Dazu wird der Aufguss mit einem Trinkrohr aus Metall getrunken, an dessen Ende sich ein kleines Sieb befindet. Damit wird verhindert, dass die im Wasser befindlichen Mateblätter mitgrunken werden. Hierzulande lässt sich der Aufguss am einfachsten mit einem Teesieb oder einem einfachen offenen Teefilter zubereiten.

Mate wirkt belebend, fördert die Verdauung und soll sogar satt machen. Da er das enthaltene Koffein jedoch langsamer an den Organismus abgeben soll als Kaffee, reizt er den Körper nicht so sehr und führt nicht zu Nervosität. Er enthält viele Vitamine wie Vitamin B1, B2 und Vitamin C. Allerdings ist darauf zu achten, die Blätter nicht mit zu heißem Wasser aufzugießen. Zwischen 70° und 95° C sollte das Wasser heiß sein. Dann kann der Auguss auch mehrere male wiederholt werden.

Wer den Aufguss süßen möchte, kann dies mit Zucker oder Stevia tun. Für Kinder wird auch gerne mal ein Apfel mit in den Aufguss gerieben. Auch mit Limonensaft, Kräutern, oder Wurzelteilen - sofern man gerade eben welche zur Hand hat - kann man den Aufguss verfeinern.

Moderne Verwendung
Ein Mischgetränk auf Matebasis hat vor allem in Hackerkreisen wegen seiner belebenden Wirkung kultstatus entwickelt. Die kleinen "Club-Mate" Flaschen fehlen auf keinem größeren Treffen, bei dem sich IT-Verrückte zu einem Stelldichein versammeln. Aber nicht nur unter Nerds wurde das Getränk immer beliebter, was angeblich sogar mal zu einem Lieferengpass geführt haben soll.

Mittleweile ist auch eine Mate-Biermischung auf dem Markt. Erfunden hat es Fabricio do Canto, ein Mitglied der Piratenpartei.

Auch im Kuchen findet Club-Mate Anwendung. Ein entsprechendes Rezept findet man hier: Cake-Mate.

Wer also Kaffee nicht mag oder verträgt, aber auf einen Wachmacher am Morgen in Aufgussform, oder Abends als Mischgetränk, nicht verzichten will, der ist bei der Mate-Pflanze gut aufgehoben. Wohl bekomms!

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