Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH) raten, auf mindestens fünf Dinge zu achten:
1. Platz gewinnen:
Die kaum genutzte Badewanne ist viel zu groß? Eine Dusche schafft
Platz, etwa für den Rollator. Die Waschmaschine könnte in die Küche
umsiedeln? Auch das schafft Raum in kleinen Bädern.
2. Sicher und bequem:
Der Duschplatz ist möglichst ebenerdig oder maximal zwei Zentimeter
hoch gefliest.
In der Dusche gibt ein Klappsitz oder ein Hocker mit Saugnäpfen an
den Füßen ein sicheres Gefühl. Hinzu kommen Haltestangen und -griffe.
Wer seine Fliesen nicht anbohren will, für den gibt es Modelle mit
Vakuum-Griffen. Einige von ihnen zeigen auch an, ob der Griff sich
gelockert hat.
3. Sicher auf dem Boden bleiben:
Kleine Fliesen wirken durch einen höheren Fugenanteil rutschhemmend.
Im Fachmarkt sind rutschhemmende Fliesen oft extra gekennzeichnet.
Ideal sind Fliesen mit einer rauen Oberfläche. Werden in der
ebenerdigen Dusche große Fliesen verlegt, sollten ihre Haftreibwerte
zwischen R 9 und R 11 liegen.
4. Clever lüften:
Badewanne, Dusche & Co sollten nicht unter dem Fenster platziert
sein, denn das muss zum Lüften bequem erreichbar sein. Mobile
Fensteröffner helfen weiter, wenn Wanne oder Dusche nur unter dem
Fenster platziert werden können.
5. Arbeiten durch einen Fachbetrieb ausführen lassen:
Rund 1.300 Installationsfachbetriebe in Deutschland bieten eine
spezielle zertifizierte Weiterbildung zur "Wohnraumanpassung im
Sanitärbereich" und zum barrierefreien Wohnen.
Über die DSH:
Die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH) informiert über Unfallgefahren in Heim und Freizeit. Mit ihrer Arbeit will die gemeinnützige DSH dazu beitragen, die hohen Unfallzahlen zu senken: Pro Jahr verunglücken in Deutschland rund 5,4 Millionen Menschen in den vermeintlich sicheren eigenen vier Wänden, bei der Gartenarbeit, beim Heimwerken, beim Sport oder bei anderen Freizeitaktivitäten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen